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Balleimertraining


• 1. PTRF-Effekte
• 2. Fehlerkorrektur
• 3. Koordinationstraining
• 4. Schnelligkeitstraining
• 5. Ausdauertraining
• 6. Taktiktraining
• 7. Erlernen der Einspieltechnik für Kinder


Das Balleimertraining bietet die Möglichkeit, sowohl Schlagtechniken neu zu erlernen als auch zu festigen, die Taktik zu schulen sowie Kondition und Koordination zu verbessern. Des Weiteren können vom Anfänger bis zum Spitzenspieler alle Sportler am Balleimer trainiert werden.

Der Trainer kann beim Balleimertraining sehr individuell auf die Spieler eingehen. Dabei können ein bis vier Sportler gleichzeitig gefördert werden.
Ein Spieler erwidert die vom Trainer eingespielten Bälle, ein weiterer kann sie eventuell retournieren und der oder die anderen sammeln in der Zwischenzeit die Bälle auf.


1. PTRF-Effekte

Der Trainer kann die Übungen durch die Ausnutzung der PTRF-Effekte beim Einspielen sehr gezielt steuern. Dazu zählen:
• Platzierung
• Tempo und Frequenz
• Rotation
• Flugbahn


Das Zuspiel muss dabei immer dem Leistungsniveau des Spielers angepasst sein.

Anfänger sollten einzelne Schlagtechniken am Balleimer erlernen. Dabei sollten die Zuspielgeschwindigkeit, die Frequenz und die Rotation sehr gering sein. Außerdem sollte der Ball zunächst nur auf eine Stelle platziert werden, damit sich der Spieler auf die Ausführung der Schlagbewegung konzentrieren kann und nicht zusätzlich seine Beinbewegung koordinieren muss.
Vorteilhaft ist auch, wenn der Trainer die Bälle gleichmäßig einspielt, so dass der Sportler in einen Schlagrhythmus kommt und die Bewegung mit der Zeit automatisiert.

Treten bei der Schlagbewegung Fehler auf, so kann der Trainer sie jederzeit korrigieren. Er sollte dem Sportler aber nicht zu viele Anweisungen auf einmal geben, sondern sich auf einzelne Schwerpunkte konzentrieren, um den Sportler nicht zu verwirren.
Man kann nicht von vornherein festlegen, nach wie vielen Bällen eine Fehlerkorrektur am sinnvollsten ist. Dies ist von Sportler zu Sportler unterschiedlich. Treten gravierende Fehler auf, so kann bereits nach nur einem geschlagenen Ball eine Korrektur erfolgen; ansonsten nach fünf bis zehn langsam und platziert eingespielten Bällen. Zu häufige Fehlerkorrekturen können den Spieler demotivieren und ihm sein Selbstvertrauen nehmen.
Die Fehlerkorrektur kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Zum einen kann der Trainer seinem Schützling erklären, was an der Bewegungsausführung falsch war (verbal). Zum anderen kann der Trainer selbst die korrekte Bewegung vormachen (visuell). Drittens besteht die Möglichkeit, den Schlagarm des Sportlers korrekt zu führen (taktil). Viertens kann der Trainer den Spieler auf den richtigen Klang des Balles im Treffpunkt hinweisen („Sweet-Spot“), so dass der Sportler eine Selbstkontrolle hat (auditiv).
Außerdem kann der Trainer mit einem Spiegel (visuell) oder der Videoanalyse (visuell) arbeiten, was im normalen Vereinstraining jedoch wohl die Ausnahme bleiben wird. Eine Kombination der verschiedenen Hilfestellungen zum Bewegungslernen erleichtert dem Spieler ein schnelles Lernen der korrekten Bewegung, da mehrere seiner Wahrnehmungssysteme gleichzeitig angesprochen werden.


2. Fehlerkorrektur

• Trainer erläutert den Fehler (verbal)
• Trainer macht die korrekte Schlagbewegung vor (visuell)
• Trainer führt den Schlagarm des Spielers (taktil)
• Trainer weist den Spieler auf den richtigen Klang des Balles im Treffpunkt hin („Sweet-Spot“), so dass der Sportler dann eine Selbstkontrolle hat (auditiv)
• Videoanalyse (visuell)
• Spiegel (visuell)


3. Koordinationstraining

Zu den koordinativen Fähigkeiten zählen:

• motorische Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit
• Differenzierungsfähigkeit
• Rhythmisierungsfähigkeit
• Gleichgewichtsfähigkeit
• Orientierungsfähigkeit
• Reaktionsfähigkeit und Antizipationsfähigkeit
• Kopplungsfähigkeit

Trainiert werden können die koordinativen Fähigkeiten am Balleimer durch die Veränderung der PTRF-Effekte:
• Platzierung
• Tempo
• Rotation
• Flugbahn

1. Die Veränderung der Platzierung des eingespielten Balles trainiert die Orientierungsfähigkeit, die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit sowie die Differenzierungsfähigkeit.
Übung: Zuspiel erfolgt mit Ober- oder Unterschnitt in Rückhand und in die Mitte, wobei die Bälle aus der Rückhandseite mit einem Rückhandtopspin und die Bälle aus der Mitte mit einem Vorhandtopspin retourniert werden.


2. Die Veränderung der Geschwindigkeit (Tempo) des zugespielten Balles schult die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit und die Differenzierungsfähigkeit.
Übung: Zuspiel erfolgt mit Oberschnitt auf die Vorhand- oder Rückhandseite. Schnell ankommende Bälle werden zurückgeblockt oder gekontert, langsamere Bälle werden dagegen gezogen oder geschlagen.


3. Die Veränderung der Rotation des vom Trainer eingespielten Balles schult die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit sowie die Differenzierungsfähigkeit.
Übung: Beim Einspielen wechselt der Trainer zwischen Ober- und Unterschnitt oder spielt die Bälle mit unterschiedlich viel Drall ein.
Somit muss der Sportler seinen Schlag immer dem ankommenden Spin anpassen.
Zum anderen kann der Spieler auf einen gleichmäßig eingespielten Ball auch mit einem Topspin mit unterschiedlich viel Rotation antworten. (Gelbe Bälle werden mit viel, weiße Bälle mit wenig Rotation zurückgespielt.)


4. Die Veränderung der Einspielposition trainiert die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit, Orientierungsfähigkeit sowie die Differenzierungsfähigkeit.
Übung: Der Trainer spielt die Bälle nicht von der gewohnten Seite ein, sondern wechselt sie oder geht auf eine Position hinter der Grundlinie (Ballkiste auf einen kleinen Kasten stellen, wenn der Abstand zum Tisch weiter vergrößert werden soll). Dadurch verändert sich die Flugbahn des eingespielten Balles und andere Einspielwinkel sind möglich.
Unregelmäßiges Zuspiel auf die Außenseiten und in die Mitte. Die Bälle aus der Rückhandecke werden mit einem Rückhandtopspin zurückgespielt, die Bälle aus der Mitte und der Vorhandseite mit einem Vorhandtopspin.


5. Die Veränderung des Abstandes des Sportlers zum Tisch schult vor allem die Orientierungsfähigkeit, Differenzierungsfähigkeit und Kopplungsfähigkeit.
Übung: Einspielen von weißen und gelben Bällen mit Oberschnitt. Auf weiße Bälle antwortet der Spieler mit einem Topspin, gelbe Bälle werden dagegen gekontert.
Dadurch muss der Spieler je nach Ballfarbe und Schlagart seinen Abstand zum Tisch variieren.


4. Schnelligkeitstraining

Beim Schnelligkeitstraining ist darauf zu achten, dass es nur im ausgeruhten - aber aufgewärmten - Zustand des Sportlers durchgeführt wird.
Die Übungen sollten beim Schnelligkeitstraining sehr einfach sein, damit sich der Sportler auf die Beinarbeit konzentrieren kann. Es empfiehlt sich, regelmäßige Übungen zu spielen, wobei der Spieler nur eine Schlagart, etwa den Vorhand- oder Rückhandtopspin, einsetzen muss. Außerdem sollten die Laufwege nicht zu lang sein. Wechsel von einer Außenseite zur Tischmitte und zurück sind vollkommen ausreichend.
Zum Training der Schnelligkeit bietet sich die Wiederholungsmethode an, bei der mehrere Sportler (drei bis vier) gleichzeitig am Balleimer trainiert werden können.


Wiederholungsmethode

• Belastungszeit: 5 bis 8 Sekunden
• Pausenlänge: 90 Sekunden
• Wiederholungen: 8 mal 5 bis 10 Bälle
• Serien: 3 bis 5
• Serienpause: 3 bis 5 Minuten


5. Ausdauertraining

Ein Ausdauertraining sollte immer am Ende einer Trainingseinheit eingebaut werden.
Neben dem aeroben Ausdauertraining in Form von Rad fahren, Joggen, Inline-Skating oder Schwimmen bietet das Balleimertraining die Möglichkeit, die tischtennisspezifische Ausdauer zu verbessern.
Hierbei ist es ratsam, die Pulsfrequenz zu überprüfen, um nicht die aerob-anaerobe Schwelle zu überschreiten, bei der die Muskulatur übersäuert.
Die optimale Herzfrequenz liegt bei 145 bis 155 Schlägen pro Minute.
Zum Training der Ausdauer bietet sich die extensive Intervallmethode an.


Extensive Intervallmethode

• Belastungszeit: 4 bis 5 Minuten ohne Pause
• Frequenz: 70 bis 100 Bälle
• Pausenlänge: lohnende Pause, bei der der Puls auf 120 bis 135 Schläge sinkt
• Wiederholungen: 8 mal 5 bis 10 Bälle
• Serien: 4 bis 6


6. Taktiktraining

Die Taktik kann ebenfalls am Balleimer trainiert werden, ist aber nur für Spieler mit einem fortgeschrittenen Leistungsniveau ratsam.
Beim Taktiktraining können sehr gut der Rückschlag, die Spieleröffnung und der darauf nachfolgende Ball trainiert werden. Außerdem können typische Spielzüge und Ballwege nachgespielt werden.
Automatisiert ein Spieler die Ballwege, so kann der Trainer unregelmäßig platzierte Bälle einbauen, um die Aufmerksamkeit und Konzentration des Sportlers zu erhöhen.
Nicht nur der Sportler sollte über ein fortgeschrittenes Leistungsniveau verfügen, auch der Trainer muss über gewisse technische Fähigkeiten verfügen, um die Bälle auch spielnah (Genauigkeit der Platzierung, Stärke der Rotation, Spielrhythmus) einzuspielen.

1. Übung: Kurzes Zuspiel mit Unterschnitt in Vorhand oder Rückhand, kurzes Rückspiel mit Vorhand oder Rückhand, langes Zuspiel mit Unterschnitt auf die Rückhandseite, Rückhandtopspin oder Umlaufen des Balles mit anschließendem Vorhandtopspin

2. Übung: Langes Zuspiel mit Unterschnitt in die Vorhand oder in die Mitte, Vorhandtopspin in die Rückhandecke, unregelmäßig platzierter Block des Trainers, Vorhandtopspin oder Rückhandtopspin

Balleimertraining

7. Erlernen der Einspieltechnik für Kinder

Im Vereinstraining muss häufig ein Trainer alleine viele Kinder und Jugendliche betreuen. Ein effektives Balleimertraining ist bei einer großen Gruppe aber kaum möglich, da dem Trainer die nötige Zeit fehlt, jedes Kind individuell zu fördern. Dies kann man jedoch ändern, wenn man die Kinder selbst zu Zuspielern ausbildet, so dass sie in Zukunft das Balleimertraining selbstständig durchführen können. Das Ziel für den Trainer muss lauten, möglichst viele möglichst gute Einspieler anzulernen.
Ein selbstständiges Training der Kinder und Jugendlichen kann aber auch einige Probleme mit sich bringen. Zum einen braucht man motivierte Kinder, die wenigstens vorübergehend in die Trainerrolle schlüpfen wollen. Zum anderen muss diese Rolle von den anderen Gruppenmitgliedern akzeptiert werden. Die Chemie zwischen den Teilnehmern muss unbedingt stimmen, damit es nicht zu Aussagen wie „Mit dem spiele ich nicht“ oder „Von dem lasse ich mir überhaupt nichts sagen“ kommt. Auch müssen die Nachwuchsspieler ein gewisses Maß an Disziplin und Eigenverantwortlichkeit mitbringen, um selbstständig das Balleimertraining durchzuführen.
Am besten sollte sich der Trainer mit seinen Schützlingen zusammensetzen, ihnen die augenblickliche Situation erklären und seine Pläne und Ziele erläutern. Nur wenn die Ziele übereinstimmen und die Kinder und Jugendlichen auch mitarbeiten wollen, besteht die Chance, dass das Projekt „selbstständiges Balleimertraining“ ein Erfolg wird.
Zum Üben der Einspieltechnik sollten jeweils drei Spieler eine Gruppe bilden. Diese kann sich selbst finden, wird ausgelost oder durch den Trainer bestimmt. Außerdem benötigt man für jede Gruppe einen Tisch, etwa 15 Bälle und zwei Balleimerschüsseln, eine zum Einspielen und die andere zum Sammeln der Bälle.
Im Fachhandel gibt es spezielle Balleimer, die man seitlich am Tisch befestigen kann, um eine optimale Einspielposition einzunehmen. Zu Beginn reichen aber auch einfache Kunststoffschüsseln oder Pappkartons aus. Zum Aufsammeln kann man auch ein Ballsammelrohr einsetzen, dass man im Handel erwirbt oder selbst aus einem Kunststoffrohr und etwas Gummiband herstellt.
Die drei Gruppenmitglieder nehmen dann die Positionen von Zuspieler, Fänger und Beobachter ein und wechseln diese nach jeweils 15 Bällen. Dabei gibt der Beobachter dem Zuspieler eine Rückmeldung über seine Einspieltätigkeit, etwa in Bezug auf Flugbahn und Platzierung. Hierzu positioniert sich der Beobachter am besten seitlich neben dem Tisch auf der gegenüberliegenden Seite des Einspielers. Zu Beginn des Lernprozesses sollte der Zuspieler seinen Schläger in der normalen Shakehand-Haltung halten und die Bälle so einspielen, dass der Fänger genug Zeit hat, um sich auf den ankommenden Ball einzustellen. Wenn der Zuspieler später sicher einspielt, kann er auch eine individuelle Schlägerhaltung benutzen. Der Schwierigkeitsgrad für den Zuspieler sollte am Anfang nicht zu hoch gewählt werden, damit er nicht überfordert wird. Danach tastet man sich am besten langsam vom Einfachen zum Schwierigen vor, zum Beispiel von einer größeren zu einer kleineren Trefferfläche.

Balleimertraining

Um das Einspielen zu erlernen, bieten sich mehrere Übungen an:

1. Übung (Platzierung):
Auf der Vorhandseite wird eine DIN-A3-Markierung platziert, die ein Rechtshänders durch paralleles Einspielen von der Rückhandseite treffen soll.
Der Beobachter soll darauf achten, dass der Ball indirekt eingespielt wird, in dem er aus Netzhöhe auf den Tisch fallen gelassen und dann mit der Schupftechnik auf die andere Seite geschlagen wird. Ein direktes Zuspiel ist zwar auch möglich und wird gerade von erfahrenen Trainern angewandt, doch zum Erlernen der Einspieltechnik bietet sich das indirekte Zuspiel an, da es deutlich einfacher ist.
Der Fänger versucht die vom Zuspieler eingespielten Bälle mit einem Hütchen oder einer Schüssel aufzufangen.
Die Positionen werden jeweils nach 15 eingespielten Bällen gewechselt.

2. Übung (Platzierung):
Auf der Vorhandseite wird eine DIN-A4-Markierung platziert, die ein Rechtshänders durch paralleles Einspielen mit der Schupftechnik von der Rückhandseite treffen soll. Bei dieser Übung werden die Positionen jeweils nach 10 Bällen gewechselt.
Der Bobachter zählt nun mit, wie oft der Einspieler die Markierung trifft. Bei neun oder zehn Treffern erhält der Zuspieler beim nächsten Versuch dann ein kleineres Zielfeld (DIN-A5-Markierung, DIN-A6-Markierung, Bierdeckel). Trifft er das Ziel bei fünf bis acht Versuchen, wird die gleiche Markierung beibehalten. Ist die Trefferquote geringer, so wird in der nächsten Runde mit einer größeren Markierung geübt.
Damit die Übungen für den Fänger nicht zu langweilig werden, kann man verschiedene Variationen einbauen (auf einer Weichbodenmatte stehen, sich auf einem Bein hüpfend zum Ball bewegen, den Ball mit beiden Händen oder mit der schwächeren Hand fangen).

3. Übung (Platzierung):
Eine DIN-A4-Markierung wird in die tiefe Rückhand platziert, so dass der Zuspieler nun diagonal einspielen muss (Schupftechnik). Auch bei dieser Übung werden die Zielfelder durch kleinere ausgetauscht, wenn der Zuspieler eine entsprechende Trefferquote erreicht.
Der Beobachter muss nun nicht nur die Platzierung der Bälle beobachten, sondern auch darauf achten, dass die Schulterachse des Zuspielers immer in Spielrichtung zeigt. Dazu ist der linke Fuß bei einem Rechtshänder näher an der Seitenlinie als der rechte Fuß, der etwas nach hinten versetzt ist.
Als Variationen für den Zuspieler kann man das Zielfeld bei den verschiedenen Durchläufen unterschiedlich platzieren, etwa in die Vorhand, die Tischmitte und die tiefe Rückhand. Wichtig ist, dass die Schulterachse des Zuspielers immer in Spielrichtung zeigt.

4. Übung (Flugbahn):
Über der Netzoberkante wird mit Hilfe von Trainingsstangen ein Tor gebaut, welches etwa 30 Zentimeter hoch ist. Der Zuspieler soll nun einen langen Ball (Schupftechnik) zwischen Netz und Torstange hindurch auf die Vorhandseite spielen.
Der Beobachter achtet darauf, ob der Einspieler die Bälle durch das Tor hindurchschlägt und ob der Einspieler für einen langen Ball auch eine netzferne Position einnimmt. Bei Rechtshändern steht der Balleimer dabei vor der linken Hand, damit er die Bälle bequem greifen kann.
Spielt der Zuspieler den Ball bei neun bis zehn Versuchen durch das Tor, so wird der Zwischenraum beim nächsten Durchgang um eine Schlägerbreite verkleinert.

5. Übung (Rotation):
Der Zuspieler spielt die Bälle in der Schupftechnik ein. Der Beobachter schaut darauf, ob der Einspieler das Schlägerblatt im Balltreffpunkt geöffnet hat, damit er Rotation erzeugen kann.


Erst wenn das Einspielen sicher beherrscht wird, sollte ein Rückschläger hinzukommen, um Beinarbeits- oder Schlagtechniken zu erlernen oder zu verbessern. Hierzu sollten mindestens 80 Prozent der Bälle bei den Platzierungs- und Flugbahnübungen ihr Ziel treffen, damit dem Rückschläger auch genügend verwertbare Bälle zur Verfügung stehen.
Zunächst erklärt der Trainer die Aufgabe, die für alle Tische gleich ist. Die Gruppengröße steigt durch das Hinzukommen eines Rückschlägers auf vier an. Die Positionen werden nach jeweils 15 eingespielten Bällen gewechselt.

1. Übung (Vorhandtopspin):
Der Zuspieler spielt die Bälle mit Unterschnitt in die Vorhandseite des Rückschlägers, der einen Vorhandtopspin zieht.
Der Beobachter kontrolliert nun die Stellung des Spielers zu Ball und Tisch, den Schlagbeginn und das Schlagende, die Einhaltung der Schlagebene, den Schlägerblattwinkel, den Balltreffpunkt sowie die Gewichtsverlagerung während des Schlages.
Natürlich können nur gröbere und offensichtliche Fehler von den Kindern und Jugendlichen selbst erkannt und korrigiert werden. Für den Trainer ist es unerlässlich, selbst die Schlagbewegungen zu beobachten und Korrekturhilfen zu geben.

2. Übung (Vorhandtopspin):
Der Zuspieler platziert die Bälle nun mit Unterschnitt in die Tischmitte oder die tiefe Rückhand.
Der Beobachter achtet darauf, dass der Rückschläger sich optimal zum Ball stellt und den Ball nicht zu tief trifft.

Balleimertraining
© 2006 - 2012 by Marcel und Maurice Sillus