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Die Geschichte des Tischtennissports

1870er Jahre

Über den Ursprung des Tischtennissports streiten die Experten. Einige glauben, der Tischtennissport entstand im 19. Jahrhundert in Indien oder Ostasien, wo mit Gummi- oder Korkbällen gespielt wurde. Andere sind der Meinung, der Sport sei in England entstanden, wo es 1874 erstmals schriftlich erwähnt wurde.
Der englische Major Walter Clopton Wingfield machte das „spahristike“ (griechisch: „Lass und spielen!“) bekannt. Hierbei handelte es sich um einen Holzkoffer, worin die Spielregeln und das gesamte Zubehör vom Hammer bis zu den Schnüren für die Befestigung der Netzspannvorrichtung auf englischem Rasen. Das Spiel entwickelte sich aus dem normalen Tennis und wurde zunächst vorwiegend vom englischen Adel im Freien gespielt. Man benutzte einen Gummiball mit Flanellüberzug oder auch eine Kugel aus Kork. Später benannte man das Spiel in „Lawn-Tennis“ - Rasen-Tennis - um.
Gleichzeitig kamen Ende des 19. Jahrhunderts englische Tennisspieler wegen des häufigen Regenwetters in England auf die Idee, eine Art Miniatur-Tennis auf einem Tisch zu spielen. Man verwendete dazu zunächst normale Esstische. Als Netz diente eine einfache Schnur. Als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder sogar Bratpfannen. Folgerichtig nannte man das Spiel wieder um, in „Raum-Tennis“. 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.


1880er Jahre

Im Jahr 1884 ließen sich einige Spieler das „Miniatur-Indoor-Tennis-Game“ patentieren.
In diesem Jahr wird auch erstmals in einem Katalog einer englischen Firma das Wort „Tischtennis“ verwendet. Gespielt wurde noch mit einem kleinen luftgefüllten Gummiball.
1887 ist erstmals ein Tischtennis-Brettspiel erhältlich.


1890er Jahre

Auch über die Erfindung des Zelluloidballs gibt es unterschiedliche Ansichten. Zum einen wird der Engländer James Gibb als Erfinder des Zelluloidballs gehandelt (1890). Zum anderen wird davon ausgegangen, dass er 1891 von einer Geschäftsreise in die USA bunte Zelluloidbälle mit nach England brachte.
In dieser Zeit entstand auch der Begriff des „Ping Pong“, der sich vom Klang des Balles ableitete. Vereinzelt wurde der Begriff bereits ab dem Jahr 1878 verwendet. Beim Auftreffen auf dem Schläger, war ein helles „Ping“ zu hören, tickte der Ball auf der Platte auf, so erklang ein dumpfes „Pong“. Der Ausdruck „Ping Pong“ löste den Begriff des „Raum-Tennis“ zunehmend ab. Verschiedene Hersteller kreierten weitere Namen wie „Gossima“, „Whiff Whaff“, Flim Flam“ und schließlich „Table Tennis“.
1891 meldete der Geschäftsmann John Jacques Croydon, ein Freund von James Gibb, den Begriff „Ping Pong“ beim englischen Patentamt zum Patent an und verkaufte die amerikanischen Rechte an die Firma Parker Brothers.
Als Schläger wurden in den ersten Jahren des Tischtennissports noch tennisähnliche Schläger benutzt, die einen bis zu 30 Zentimeter langen Griff hatten und deren Schlägerblatt mit Kork, Pergament- oder Sandpapier bezogen war. Die Schläger wurden ständig weiterentwickelt und sogar mit Wildschweingewebe beklebt.
1897 fand in Ungarn die erste nationale Meisterschaft statt.
Im Jahr 1899 wurde die 1. Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft - der spätere Fußballbundesligist Tennis Borussia Berlin - gegründet. Zeitgleich gelangte eine vereinfachte Variante des Tischtennisspiels nach Japan, von wo aus es sich weiter nach China, Korea und Hongkong verbreitete.


1900er Jahre

Im Jahr 1900 wurde in England der erste „Ping-Pong“-Verein gegründet. In Berlin wurde im gleichen Jahr das erste „Ping-Pong-Café“ am Luise-Platz eröffnet.
1901 fand in Hamburg-Uhlenhorst das erste deutsche Turnier statt. Weitere folgten in Berlin und Wien.
Während eines Turniers im Jahr 1902 hatte der Engländer E. C. Good die Idee, eine Gummimatte mit Noppen auf seinen Schläger zu kleben. Dies war die Geburtsstunde des Noppenbelages. Im gleichen Jahr wurde in England der nationale Verband „Ping Pong Association“ gegründet, der aber nach weniger als drei Jahren seines Bestehens wegen der Namensrechte „Ping Pong“ aufgeben musste.
Zwischen 1905 und 1910 stellte Edward Shires, ein Vertreter von Schreibmaschinen, das Spiel in Wien und Budapest vor.
In der Zeit bis 1910 fand das Tischtennisspiel zahlreiche Anhänger und erste Tischtennisclubs wurden gegründet. Gespielt wurde häufig in Cafes. Im Jahr 1907 fand dann die erste inoffizielle Deutsche Meisterschaft in Berlin im Kasino am Nollendorff-Platz statt.


1910er Jahre

Die rasante Entwicklung des Tischtennissports wurde durch den Ersten Weltkrieg gestoppt, doch bereits kurz nach Kriegsende im Jahr 1918 fand das Spiel wieder zahlreiche Interessierte und neue Vereine wurden gegründet.


1920er Jahre

1921 wird in England die „Table Tennis Association“ gegründet.
Ab 1922 fanden gleichzeitig in mehreren Teilen der Welt Bestrebungen statt, Tischtennis als ernsthaften Sport zu betreiben.
Das erste wirklich große Tischtennisturnier veranstaltete der Tennisclub Borussia 02 im Jahr 1924 in Berlin. Dort fanden am 10. Januar 1925 auch die ersten offiziellen Deutschen Meisterschaften im Herren- und Dameneinzel statt. Und am 25. November 1925 gründeten 32 deutsche Vereine den Deutschen Tischtennis Bund (DTTB), der seinen Sitz heute in Frankfurt am Main hat.
1926 wird der Österreichische Tischtennis-Verband (ÖTTV) gegründet.
Auf Initiative des Deutschen Tischtennis Bundes wurde am 12. Dezember 1926 von neun Ländern (Deutschland, England, Schweden, Ungarn, Indien, Dänemark, Tschechoslowakei, Österreich und Wales) die Internationale Tischtennis Föderation (ITTF - International Table Tennis Federation) in Berlin gegründet, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat. Direkt vor der Gründung der ITTF fanden auch die ersten Tischtennis-Weltmeisterschaften statt (6.-11. Dezember 1926). Eigentlich war die Veranstaltung in London als Europameisterschaft geplant, doch durch Teilnehmer aus Indien wurde sie zu einer Weltmeisterschaft aufgewertet. Im Endspiel standen sich die beiden Ungarn Roland Jacobi und Zoltan Mechlovits gegenüber. Jacobi spielte in langen Bügelfaltenhosen und weißem Hemd - man überredete ihn, wenigstens seine Fliege abzulegen - und wurde nach einem 3:0-Sieg gegen seinen Landsmann der erste Tischtennis-Weltmeister.
Im Jahr 1927 wird in Frankreich die „La fédération francaise de tennis de table“ gegründet.
Im Jahr 1927/28 wird mit dem Berliner Tischtennis Verband der erste Landesverband gegründet.
1928 findet die erste französische Meisterschaft statt.
1929 hat der Deutsche Tischtennis Bund bereits über 100 eingetragene Vereine. Bei der Weltmeisterschaft in Budapest gewinnen Erika Metzger und Mona Rüster die Goldmedaille im Doppel.


1930er Jahre

1930 finden die Tischtennis-Weltmeisterschaften in Berlin statt. Im gleichen Jahr gestattet die „American Ping Pong Association“ ihren Mitgliedern nur die Verwendung von Spielmaterial der Firma Parker Brothers.
Am 12. Dezember 1931 wird der Westdeutsche Tischtennis Verband (WTTV) mit Sitz in Duisburg gegründet. Er ist aufgegliedert in 11 Bezirke und 50 Kreise.
1932 erscheint die offizielle Zeitung des Deutschen Tischtennis Bundes.
Der Kieler TTK wird 1933 erster Deutscher Mannschaftsmeister der Herren.
Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten müssen viele Funktionäre des Deutschen Tischtennis Bundes abtreten und die Verbände werden aufgelöst. Tischtennis wird nun dem Deutschen Tennis- und Hockeyverband zugeordnet.
In den USA entstehen1933 zwei weitere Verbände, die „US Amateur Table Tennis Association“ und „The National Table Tennis Association“.
Im Jahr 1934 nimmt die Politik erneut Einfluss auf das Sportgeschehen. Während die deutsche Damenmannschaft die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft in Paris gewinnt, darf die deutsche Herrenmannschaft nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen, weil befürchtet wurde, dass sich die „überlegene nordische Rasse“ gegen „minderwertige Völker“ blamieren könnte. Auch 1935 verzichtete man auf eine Teilnahme der Herrenmannschaft aus Protest dagegen, dass Irland, Nordirland und Wales jeweils mit eigenen Mannschaften antraten.
1935 vereinigen sich die drei US-amerikanischen Verbände zur „U.S. Table Tennis Association“.
Erst im Jahr 1936 wird wieder eine deutsche Mannschaft zu Wettkämpfen entsandt, um für die bevorstehenden Olympischen Spiele in Berlin zu werben. Wie bereits 1934 bei der Weltmeisterschaft in Paris (Frankreich) belegt Astrid Krebsbach auch bei den Titelkämpfen 1936 in Prag (Tschechoslowakei) den 2. Platz.
Bei Turnierveranstaltungen müssen ab dem Jahr 1936 auch jeweils Jugendturniere angeboten werden. Spielerpässe werden neu eingeführt.
Bei der Weltmeisterschaft 1936 findet das längste Tischtennisspiel aller Zeiten statt: 7,5 Stunden zwischen Haguenauer und Goldberger. Auch der längste Ballwechsel aller Zeiten findet bei diesen Titelkämpfen statt: 2,25 Stunden zwischen Ehrlich und Paneth.
Bis zum zweiten Weltkrieg kamen die besten Tischtennisspieler aus Ungarn (Maria Mednyanszky, Victor Barna), der Tschechoslowakei und Rumänien.
Der Ungar Victor Barna ist bis heute der erfolgreichste Tischtennisspieler aller Zeiten. Zwischen 1929 und 1939 gewann er 22 Weltmeisterschaftstitel: fünf im Einzel, acht im Doppel, zwei im Mixed und sieben mit der Mannschaft.
1939 wird die deutsche Damenmannschaft Weltmeister im Kairo (Ägypten).


1940er Jahre

Vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, am 29.-30. Juli 1949, wird der Deutsche Tischtennis Bund in Bad Homburg offiziell wieder gegründet. Zwei Jahre danach nimmt die Internationale Tischtennis Föderation den DTTB und den DTTV (Tischtennisverband der Deutschen Demokratischen Republik) wieder als offizielle Mitglieder auf.


1950er Jahre

Nicht immer konnte man Sport und Politik voneinander trennen. Speziell in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg beeinflusst die Politik das Sportverhältnis zwischen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). 1950 stellte der Deutsche Tischtennis Bund und der Tischtennisverband der DDR den Antrag, in den Internationalen Tischtennis Verband (ITTF) aufgenommen zu werden. Die Anträge wurden jedoch von der ITTF abgelehnt. Der Weltverband forderte ein gemeinsames Auftreten der beiden deutschen Verbände.
Daraufhin wurde am 8. Juni 1950 der „Arbeitsausschuss Deutscher Tischtennissport“ gegründet. Dieser beantragte 1951 die Aufnahme „Gesamtdeutschlands“ in die ITTF. Am 11. März 1951 erfolgte dann die Aufnahme in die ITTF.
Bei der Weltmeisterschaft im März 1951 in Wien nehmen erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Sportler teil.
In den folgenden Jahren wurden jeweils gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen: 1951 in Berlin am Funkturm, 1952 in Ost-Berlin in der Deutschen Sporthalle und 1953 in Herford.
Ab dem Jahr 1953 wurden in der Welt die japanischen Spieler führend, die als eine neue Griffhaltung den „Penholder-Griff“ entwickelten. Sie waren auch die ersten Akteure, die den Schläger mit dicken Schaumstoffmatten beklebten, wodurch das Spiel deutlich schneller wurde. Zudem erfanden sie den Topspin.
1957 trat nochmals eine gesamtdeutsche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft in Stockholm (Schweden) an. Heinz Schneider aus Thüringen belegte den dritten Platz im Einzel. Im gleichen Jahr wird die Europäische Tischtennis Union (ETTU - European Table Tennis Union) gegründet. Bereits ein Jahr danach (1958) finden die ersten „echten“ Tischtennis-Europameisterschaften statt.
Am 2. August 1958 enden die Gemeinsamkeiten der beiden deutschen Verbände. Die DDR versuchte, sich immer mehr von den westlichen Ländern abzugrenzen. Der DTTB und der Tischtennisverband der DDR werden „provisorische Mitglieder“ der ITTF.
1959 werden die Tischtennis-Weltmeisterschaften in Dortmund veranstaltet.


1960er Jahre

Anfang der 60er Jahre war Erich Arndt der erste deutsche Spieler, der den Topspin beherrschte.
Als der DTTB 1960 beauftragt wurde, die Europameisterschaften im Jahr 1962 zu veranstalten, legte dieser West-Berlin als Austragungsort fest. Dagegen protestierte die DDR und alle osteuropäischen Länder kündigten einen Boykott der Veranstaltung mit der Begründung an, West-Berlin gehöre nicht zur Bundesrepublik Deutschland. Tatsächlich kam es 1962 zum Boykott, an dem sich lediglich Jugoslawien nicht beteiligte. Die deutsche Damenmannschaft gewinnt den Titel. Agnes Simon wird zudem Europameisterin im Einzel.
Im Jahr 1964 stellt der Franzose Alex Ehrlich im schwedischen Malmö seinen neu entwickelten Tischtennis-Roboter vor.
Im November 1964 kam es bei der Europameisterschaft in Malmö zum nächsten Eklat, weil bei der Auftaktveranstaltung die DTTB-Auswahl das Schild „West-Allemagne“ und die ostdeutsche Mannschaft das Schild „DDR“ trug. Eberhard Schöler erreicht den 3. Platz.
1965 versuchte man seitens der Bundesrepublik Deutschland, die Beziehungen zur DDR wieder zu verbessern. Der Deutsche Sportbund (DSB) bezuschusste den Ost-West-Sportverkehr. Im gleichen Jahr errang Eberhard Schöler den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Ljubljana (bis 1991 Jugoslawien, heute Slowenien).
1967 wiederholte Eberhard Schöler das Ergebnis aus dem Jahr 1965. Er holte den 3. Rang bei der Weltmeisterschaft in Stockholm (Schweden).
In der Saison 1966/67 startet die Tischtennis-Bundesliga für Herren.
Bei den Europameisterschaften gewinnt die deutsche Damenmannschaft in der Besetzung Agnes Simon, Edith Buchholtz, Jutta Krüger und Wiebke Hendriksen die Goldmedaille.
In der DDR verlor der Tischtennissport an Bedeutung, insbesondere nach dem „Leistungssportbeschluss“ aus dem April 1969, wonach Tischtennis nicht mehr zu den förderungswürdigen Sportarten zählte.
Bei den Weltmeisterschaften 1969 in München wird Eberhard Schöler Zweiter im Einzel. Die Mannschaft des DTTB mit Schöler, Lieck, Janssen und Ness belegt im Mannschaftswettkampf ebenfalls den zweiten Rang. Gabriele Geißler aus der DDR wird Dritte im Einzel der Damen.


1970er Jahre

In den 1950er und 1960er Jahren versuchten die USA und die Volksrepublik China, mit diplomatischen Mitteln ihre Beziehungen zueinander zu verbessern. Die so genannten „Warschauer Gespräche“ erzielten aber nicht die erhofften Ergebnisse. Zu Hilfe kamen hier schließlich die Tischtennisspieler. Während der Weltmeisterschaften 1971 im japanischen Nagoya lud China die amerikanischen Tischtennisspieler nach Peking ein. Diesem Besuch folgten weitere Treffen von hochrangigen Politikern - Nixon 1972 -, wodurch Spannungen abgebaut und Beziehungen verbessert wurden. Diese Ereignisse sind heute unter dem Begriff „Ping-Pong-Diplomatie“ bekannt.
1972 nahm die DDR letztmals an Europameisterschaften teil. Danach blieb sie allen Europa- und Weltmeisterschaften fern. Die Teilnahme an Wettbewerben, an denen nicht-sozialistische Staaten vertreten waren, war verboten.
In der Saison 1972/73 wird auch die Bundesliga der Damen eingeführt.
Bei den Europameisterschaften 1978 in Duisburg werden Wiebke Hendriksen und Wilfried Lieck Europameister im Mixed.


1980er Jahre

Nachdem die Asiaten lange Zeit den Tischtennissport dominiert hatten, konnten die Europäer Anfang der 80er Jahre mit Hilfe von neuen Techniken (Frischkleben) aufholen.
Bei den olympischen Spielen in Seoul (Südkorea) ist Tischtennis erstmals olympische Disziplin. Erste Olympiasieger im Einzel wurden Chen Jing (China) bei den Damen und Yoo Nam-Kyu (Südkorea) bei den Herren.
1989 finden die Weltmeisterschaften erneut in Dortmund statt. Die für Borussia Düsseldorf spielenden Steffen Fetzner und Jörg Rosskopf werden Weltmeister im Doppel und lösen einen Tischtennis-Boom in Deutschland aus.


1990er Jahre

1990 schließen sich die fünf Landesverbände der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik dem DTTB an.
Bei den Europameisterschaften 1992 in Stuttgart holt Jörg Rosskopf den Titel im Einzel. Bei den olympischen Spielen in Barcelona (Spanien) im gleichen Jahr gewinnen Steffen Fetzner und Jörg Rosskopf die Silbermedaille im Doppel.
Mit Hans Wilhelm Gäb wird der erste Deutsche Präsident der ETTU (1992-1993).
1994 wird die „U.S. Table Tennis Association“ in „USA Table Tennis“ umbenannt.


2000er Jahre

Zum 1. September 2001 wurde international eine Regeländerung der Zählweise eingeführt. Sätze endeten nicht mehr bei 21 Punkten, sondern bei 11 Zählern.
Bei den Europameisterschaften 2002 in Zagreb (Kroatien) gewann Timo Boll den Einzeltitel und mit seinem Partner Zoltan Fejer-Konnerth auch den Doppeltitel.
Im Januar 2003 stand mit Timo Boll erstmals ein Deutscher auf Position eins der Weltrangliste.
Bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft 2004 in Doha (Katar) gewann die Herrenmannschaft des DTTB die Silbermedaille. Sie unterliegt dem chinesischen Team im Finale mit 0:3.
Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Shanghai (China) gewinnen Timo Boll und Christian Süß die Silbermedaille im Doppelwettbewerb. Im Endspiel unterliegen sie den Chinesen Wang Hao und Kong Linghui.
2005 gewinnt Timo Boll den Weltcup in Lüttich (Belgien) und das ITTF-Pro-Tour-Finale in Fuzhou (China). Zudem siegt er beim ITTF-Pro-Tour-Finale im Doppel zusammen mit Christian Süß.
Bei der Mannschaftsweltmeisterschaft vom 24. April bis 1. Mai 2006 in Bremen gewinnt das Herrenteam die Bronzemedaille (1:3-Niederlage im Halbfinale gegen China).

Drei Goldmedaillen holte Timo Boll bei der Europameisterschaft vom 25. März bis 1. April 2007 im serbischen Belgrad und war damit der überragende Spieler dieser Titelkämpfe. Im Einzel war er im Endspiel gegen Wladimir Samsonov mit 4:1 erfolgreich und im Doppel an der Seite von Christian Süß gegen die polnisch-kroatische Kombination Lucjan Blaszczyk/Tan Ruiwu.
Die deutsche Männermannschaft mit Timo Boll, Christian Süß, Dimitrij Ovtcharov, Bastian Steger und Jörg Rosskopf gewann ebenfalls die Goldmedaille. Im Endspiel wurde Kroatien mit 3:0 besiegt.
Das deutsche Frauenteam erkämpfte sich in der Besetzung Wu Jiaduo („Dudu“), Laura Stumper, Nicole Struse, Elke Wosik und Kristin Silbereisen die Bronzemedaille. Im Halbfinale unterlag man gegen Ungarn mit 1:3.
Im Doppel konnten die Damen ebenfalls eine Bronzemedaille erringen. Wu Jiaduo/Elke Wosik mussten sich erst im Halbfinale gegen die ungarische Kombination Krisztina Toth/Georgina Pota mit 3:4 geschlagen geben.

Bei der Weltmeisterschaft im kroatischen Zagreb ging die deutsche Mannschaft im Mai 2007 dann leer aus. Überragende Nation waren einmal mehr die Chinesen, die in allen Endspielen unter sich waren und zum sechsten Mal in der WM-Geschichte alle Titel gewannen. 14 von 20 Medaillen gingen somit an China.
Wang Liqin verteidigte bei den Herren seinen Erfolg aus dem Jahr 2005 und bei den Damen setzte sich Chinas Jungstar Guo Yue durch.
Timo Boll (0:4 gegen Ryu Seung Min) und der Weißrusse Wladimir Samsonov (1:4 gegen Ma Lin) erreichten das Viertelfinale und waren damit die besten Europäer. Aber auch sie konnten nicht verhindern, dass alle 20 Medaillen nach Asien gingen.

Dafür wird die deutsche Herrenmannschaft in Belgrad im Jahr 2007 Europameister. Zudem holt Timo Boll den Titel im Einzel und im Doppel an der Seite von Christian Süß.
Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 gewinnen Timo Boll, Christian Süß und Dimitrij Ovtcharov die Silbermedaille in der Mannschaft.
Im gleichen Jahr schafft es Timo Boll, bei der Europameisterschaft in Sankt Petersburg seine drei Titel aus Belgrad zu verteidigen.
Die deutsche Herrenmannschaft verteidigt 2009 bei der Heim-EM in Stuttgart ebenso ihren Mannschaftstitel wie Timo Boll/Christian Süß ihren Titel im Doppel. Wu Jiaduo triumphierte überraschend im Damen-Einzel.


2010er Jahre

Im Jahr 2010 wird die deutsche Herrenmannschaft in Moskau Vizeweltmeister hinter Rekordchampion China. Die deutschen Damen gewannen die Bronzemedaille.
Bei der Europameisterschaft in Ostrau war wieder einmal Timo Boll der überragende Spieler. Er gewann mit der deutschen Mannschaft, siegte im Doppel an der Seite von Christian Süß und holte auch den Einzeltitel im rein deutschen Finale gegen Patrick Baum. Boll gewann bei der EM alle seiner 22 Partien und ist mit nunmehr 13 Titeln Rekord-Europameister. Damit löste er das schwedische Tischtennisidol Jan-Ove Waldner (11 Titel) ab.

Mit Dimitrij Ovtcharov hat der Deutsche Tischtennisbund 2010 seinen ersten Dopingfall. Nach einem positiven Test wurde der deutsche Nationalspieler gesperrt.
Mitte Oktober wurde er jedoch nach einer Anhörung durch den DTTB vom Dopingverdacht freigesprochen, weil der Verband nach seinen Ermittlungen die Unschuld des 22-Jährigen zweifelsfrei als erwiesen ansieht. Seine Suspendierung durch den DTTB wurde zwar mit sofortiger Wirkung aufgehoben, aber noch ist ein Einspruch durch die ITTF oder die WADA möglich. Die ITTF legte jedoch keinen Einspruch gegen die Freisprechung durch den DTTB mehr ein.

2011 erkämpft sich Timo Boll bei der Weltmeisterschaft in Rotterdam die Bronzemedaille.


Alte Tischtennisschläger

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Tischtennisplakat

Tischtennisschläer Ping-Pong - Demokratie
© 2006 - 2012 by Marcel und Maurice Sillus